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16 März 2014

Warum???

Diese Frage habe ich mir in letzter Zeit sehr oft gestellt.

Warum führe ich diesen Blog??
Warum schreibe ich Posts??
Warum lasse ich es nicht einfach sein und nutze die Zeit, um mich mal in Ruhe hinzusetzen und zu entspannen??

Ihr seht: Mich hat gerade die Frage nach dem Sinn gepackt: In letzter Zeit hatte und habe ich soviel um die Ohren, dass ich kaum wusste und weiß, was ich zuerst und zuletzt machen soll(te). Das liegt zum Einen daran, dass ich bei der Arbeit aufgestockt habe und zum Anderen noch in der Schule eine AG übernommen habe usw....

Na und dann soll ja alles möglichst perfekt und reibungslos weiterlaufen:
Familie, alles rund um die Kinder, so'n bißchen Garten nebenher, der ganze Kram der so nebenbei noch anfällt, rucki-zucki was einkaufen, kochen, waschen, putzen, aufräumen und natürlich auch noch "etwas" arbeiten gehen.
Ach ja, und der Freundeskreis, die legendären Geburstagsfeier-Auftrittsvorbereitungen zu den Geburtstagen von Freunden und zahlreichen Familienmitgliedern, eigene Geburtstage und Besuche sämtlicher Familienmitglieder der großen Familie dürfen ja auch nicht zu kurz kommen.

Dann kommen noch Anfragen aus der Schule, ob man das verspätete Plätzchen backen organisieren und durchführen kann, ob man für das Winterfest (eher Frühlingsfest) mit den Kindern in der Schule diverse Gaumenschmause Backen kann, ob da nicht noch etwas Zeit ist für Vorbereitung und Durchführung des Schul-Vorleseabends und wie es mit den zwei Zeit-Stunden der Koch-AG aussieht, die ausfallen müsste, wenn sich nicht zwei Mütter fänden, die kurzfristig für das neue Schulhalbjahr einspringen könnten.

Alles gar kein Thema, man macht es ja gerne und für die Kinder. Und es macht ja auch Spaß.

Also Teilzeit arbeiten und am einzig freien Tag dann halt die Koch-AG übernehmen, diverse Vorbereitungstreffen dafür mit einer anderen lieben Mama, ausdenken eines Konzeptes, von Rezepten, umschreiben und ausdrucken von Rezepten, erstellen eines eigenen AG-Kochbuches, einkaufen der Zutaten (falls die Kinder ihre mitzubringenden Sachen doch nicht dabei haben oder mal krank sind).
Noch bevor die AG überhaupt angefangen hat, waren mal locker 10 Stunden ins Land gegangen, die mir irgendwie natürlich auch fehlen.

Komischerweise haben nämlich andere Mütter, die gar nicht arbeiten gehen und auch kein kleines Kind zuhause haben oder es sogar bis nachmittags im Kindergarten untergebracht ist, dafür keine Zeit.

Und dann gibt es auch noch eine so bemittleidenswerte Mutter, die quietschlebendig sogar "5 Mal die Woche leider genau zu dieser Zeit zum Arzt" muss ("äh, wann war die AG nochmal??"), obwohl ich sie zu der Zeit der AG immer draußen spazieren gehen sehe. Sei's drum, vielleicht haben sich die Zeiten ihrer Arzttermine ja ständig geändert oder sie hatte das Glück und ist jedes Mal angerufen worden, dass sie früher kommen kann. Schon schlimm, wenn man nicht dazu stehen kann, dass man einfach keine Lust dazu hat.

Nun merke ich seit längerer Zeit aber, dass es mir das alles langsam etwas zu viel wird.


Sachen, die ich erledigen möchte, schaffe ich zeitlich einfach nicht. Und abends, wenn die Kinder im Bett sind, schlafe ich sofort ein.


Das bekommt man dann auch körperlich irgendwann als Quittung zurück, wenn man ständig auf Hochtouren läuft...

Dann muss man natürlich bei den "Zeitkonten" gründlich aufräumen: Was lässt du weg, was ist dir wichtig?

Alles ist mir wichtig! Gut, neuer Versuch.

Was ist dir ganz wichtig, was liegt dir am Herzen und was kannst du über längere Sicht "ausrangieren".

Die Koch-AG muss weiterlaufen, zumindest bis zu den Sommerferien, das Arbeiten natürlich länger.  ;o)

Der Garten wird künftig pflegeleichter gehalten, weniger Tüdelüt. Das Büsche schneiden werde ich dem Elfchen-Mann übertragen (mache ich doch wieder lieber selber, nachdem er unseren schönen Haselnuss-Busch total verstümmelt hat: unten alles weggeschnitten, aus der Mitte alles rausgeschnitten, heul).

Der restliche Klimbim lässt sich nicht anders gestalten, da ja auch der Elfchen-Mann arbeiten muss und der alltäglich Schnuddel-Wutz von mir gemacht werden muss (Haushalt, Kinder abholen, Hausaufgaben betreuen, Kinder-Taxi spielen, einkaufen, Sachen koordinieren und klären, putzen, waschen etc.).

Dafür klinke ich mich aber bei den häufigen Familienbesuchen teilweise schon aus.

Eine "Putz-Perle" will ich nicht im Haus haben. (Ich stocke auf, habe weniger Zeit und gebe dann Geld dafür aus, dass jemand hier vielleicht nicht so gründlich wie ich putzt, was ich wegen des Arbeitens nicht schaffe??). Ich hatte zudem mal eine Haushaltshilfe, als ich mir den Fuß gebrochen hatte und die Kinder noch klitzeklein waren... Das hat mir gereicht... Oh ne, bitte nicht noch eine Ärgerquelle oder Terminabstimmung ins Haus holen.

Meine grausame Schreibtisch-Ecke in unserem mittlerweile vorzeigbaren Wintergarten soll endlich mal schön werden, doch dafür brauche ich auch Zeit. Woher nehmen??
In letzter Zeit habe ich für allgemeine Projekte einfach die Zeit für's Nähen und Bloggen abgezwackt. Ist zwar nicht viel, aber wenigstens ein Anfang.

Im Hinterkopf war da irgendwie der "Druck": Du MÜSSTEST doch mal wieder posten. Ich hatte aber keine Zeit dazu. Also verblieb es einfach. Und je mehr Abstand ich dazu hatte, umso einfacher fiel es mir und desto weniger wurde der Druck.

Bis ich schließlich bei der Frage ankam: Soll ich überhaupt noch??

Ein zartes "Ja" keimte auf, denn irgendwie ist mir mein Blog ans Herz gewachsen. Ich finde es einfach schön, mal zu sehen, was man doch alles so "nebenher" noch geschafft hat. Vieles würde ohne ihn einfach "in der Versenkung" verschwinden. Und nur die ständig sichtbaren, nicht verschenkten Sachen würden ans Selbermachen erinnern.
Außerdem würde ich euch, meine lieben und treuen LeserInnen, eure lieben Kommentare und den Austausch mit euch immens vermissen!!!

Ich werde leider auch künftig die Zeit hier abzwacken müssen.
Also werde ich weiterhin bloggen, aber halt nicht mehr soviel wie noch vor einiger Zeit.

Wundert euch also nicht, wenn es hier etwas ruhiger bleibt. Aber ich brauche die vorhandene Zeit für den Alltag, ein bißchen für meine Gesundheit, für MICH und einige Projekte.

Nicht, dass das Bloggen nichts für MICH ist, aber ich möchte diesen Druck nicht wieder aufkommen lassen, auf dem neuesten Stand sein zu müssen, ein passendes oder perfektes Foto schiessen oder bei dieser und jener Verlinkung mitmachen zu müssen.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir als Leser trotzdem treu bleibt, denn ich bin froh, dass es euch gibt und möchte euch ums nichts in der Welt missen!! Ihr seid mir echt ans Herz gewachsen!!
Danke, dass es euch gibt!!!

Seid herzlichst gegrüßt!!

Kommentare:

  1. Liebes Stoff-Elfchen,
    da hast Du ja wirklich einen strengen Tagesplan. Mach Dir nicht zuviele Gedanken um den Blog, das soll ja auch noch Spass und kein Stress sein. Kümmere Dich lieber um Dich. Das wird hier bestimmt jeder verstehen :-)
    Ich wünsche Dir eine weniger stressige Zeit :-)

    Liebste Grüsse,
    Silvi

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    1. Liebe Silvi,

      ganz herzlichen Dank für deine netten Worte.
      Ich versuche gerade mich umzustellen, öfter mal an mich zu denken und auch mal " Nein" zu sagen.
      Gar nicht so einfach ;-)

      Liebe Grüße, Elfchen

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  2. Da kann ich dich total gut verstehen! Der Tage müsste einfach viel mehr Stunden haben, um alles wirklich perfekt unter einen Hut zu bekommen. Oder?! Mir geht es oft nicht anders. Aber das Allerwichtigste ist doch, dass man glücklich und gesund ist. Da darf man unwichtigere Sachen wie Bloggen z.B. ruhig etwas schleifen lassen. Ich denke, wir können das alle nachvollziehen. Ganz liebe Grüße, ...Michaela

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    1. Liebe Michaela,
      ist gar nicht so einfach von den eigenen Ansprüchen (und der der Anderen...) Abstriche zu machen.
      Das muss sich erst neu einspielen...

      Das Bloggen liegt mir aber auch sehr am Herzen und mir fehlt die Zeit zum Nähen, Rumschauen und Bloggen schon so sehr. Das gehört auch zu mir und meinem Glücklichsein. :'(

      Ich beantrage 36 Stunden-Tage!!!!

      Liebe Grüße,
      Elfchen

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  3. Hi, wow, da hast du dir aber ganz schön viel aufgehalst... schon beim Lesen wurde mir schwindelig. Ich wurde damals ja quasi gezwungen meinen Blog aufzugeben, aber hatte schon Monate vorher mit dem Gedanken gespielt kürzer zu treten, weil, obwohl ich nicht arbeiten ging, vieles liegen blieb. Insofern war es dann zwar ein Ende mit Schrecken, aber besser als Schrecken ohne Ende... ich habe in den letzten Monaten schon öfters mitbekommen, dass Blog geschlossen wurden oder Leute mit dem Gedanken spielen. Wenn man weniger Beiträge schreibt, dann wird die Leserschaft natürlich immer kleiner und kleiner. Es geht einfach darum, warum man einen Blog hat. Will man Gott und der Welt zeigen, was man kann oder nutzt man es ev eher als eine Art Schaffenstagebuch für einen selbst..... wie auch immer du weitermachst, wird es für dich richtig sein. LG, Yvonne

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    1. Liebe Yvonne,

      ach ist das schön etwas von dir zu hören (lesen)!!!

      Wie geht es dir so ohne Blog?
      Handarbeitest du noch fleißig?

      Ich war damals sehr traurig als du deinen schönen Blog geschlossen hast. Das Drumherum hat mich ganz schön mitgenommen, da ich das einfach nur unfair und doof fand. Solche Leute gibt es wohl überall...

      Wie du siehst, komme ich kann noch zum Nähen. Daran muss sich was ändern. Vielleicht wenn ich abends mal nicht mehr sofort ne Kinderprogramm im Sitzen einschlafe. ;-)

      Mein Blog ist ja tatsächlich mein Schaffens-Tagebuch, aner trotzdem würde ich gerne mal wieder ein bisschen öfter beibden Anderen rumschauen. Das schaffe ich leider nicht mehr.
      Irgendwann, wenn ich im Ruhestand bin, dann geht es wieder richtig rund! !!
      ;-)

      Liebe Grüße und lass" gerne wieder von dir hören! !
      Herzlichst,
      Elfchen

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    2. Noch ein Versuch, da meine Nachricht gestern nicht ankam... Danke für deine liebe Email. Uns gehts gut, nur sind wir seit einer Weile zu 5 und es ist sehr stressig. Maile dir bald mal ausführlich! LG, Yvonne

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  4. Hast du gut getroffen mit deiner Beschreibung - und wenn du dir die Häufigkeit meiner Blogposts in den letzten Monaten siehst dann weißt du, dass ich dich verstehe! Soviel wie du dir aufgehalst hast werde ich allerdings gar nicht erst nicht annehmen...da bin ich schon echt egoistischer geworden.

    Liebe Grüße,
    Frau Mena.

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    1. Habe ich auch gemerkt. :-(

      Ich arbeite noch dran. ;-)

      Liebe Grüße,
      Elfchen

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Ich freue mich über einen Kommi von dir. ;o)
Lieben Dank!